| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Landsberg am Lech |
| Ort | 86941 St. Ottilien |
| Straße | Bergstraße 2 |
| Wikipedia | Erzabtei_Sankt_Ottilien |
| Suchbegriffe | Erzabtei Sankt Ottilien |
Beschreibung
Die Erzabtei Sankt Ottilien ist ein Benediktinerkloster der Missionsbenediktiner im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech nahe dem Ammersee. Sie gehört zur Diözese Augsburg und bildet den Ortsteil Sankt Ottilien der Gemeinde Eresing. Das Kloster ist das Stammkloster der Ottilianer Kongregation, zu der weltweit rund 1100 Mönche in 19 Ländern gehören. Etwa 110 von ihnen leben heute in Sankt Ottilien.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als die Wallfahrt zur heiligen Ottilia erstmals erwähnt wurde. Im Laufe der Zeit entstanden dort eine Kapelle und ein kleines Schloss. Nachdem das Schloss 1884 abgerissen worden war, kaufte der Benediktiner Andreas Amrhein das Gelände und gründete 1887 das Kloster. Sein Ziel war es, das benediktinische Leben mit missionarischer Arbeit zu verbinden. Noch im selben Jahr wurden erste Missionare nach Afrika entsandt.
1902 wurde Sankt Ottilien zur Abtei erhoben und 1914 zur Erzabtei. Das Kloster wuchs stark und engagierte sich besonders in Afrika, Korea und China. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Mönche vertrieben, da die Anlage als Kriegslazarett genutzt wurde. Nach Kriegsende entstand dort bis 1948 ein Lager für befreite jüdische KZ-Häftlinge.
Heute erfüllt die Erzabtei neben ihrer missionarischen Tätigkeit viele weitere Aufgaben. Zum Kloster gehören ein Exerzitienhaus, der EOS-Verlag, landwirtschaftliche Betriebe, Werkstätten sowie das Rhabanus-Maurus-Gymnasium mit Internat und Tagesheim. Außerdem betreibt das Kloster Freizeit- und Jugendeinrichtungen und erinnert an die Geschichte des DP-Lagers.