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Echelsbacher Brücke

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisGarmisch-Partenkirchen
Ort
Wikipedia Echelsbacher_Br%C3%BCcke
Suchbegriffe Echelsbacher Brücke
Beschreibung

Die Echelsbacher Brücke, offiziell Ammerbrücke Echelsbach, ist eine bedeutende Bogenbrücke im Südwesten Oberbayerns. Sie überspannt die Ammerschlucht zwischen Rottenbuch und Bad Bayersoien und trägt die Bundesstraße 23. Mit ihrer Lage rund 76 Meter über dem Talgrund zählt sie zu den eindrucksvollsten Straßenbrücken Bayerns. Das Bauwerk wurde zwischen 1928 und 1929 errichtet und am 27. April 1930 eröffnet. Damals galt die Brücke mit ihrer Spannweite von 130 Metern als die weitestgespannte Melan-Bogenbrücke der Welt.  

Die Planung einer sicheren Querung der Ammerschlucht reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Zunächst dachte man an verschiedene Straßen- und Brückenkonzepte, später sogar an eine Staumauer mit Straßenführung. Erst im Zusammenhang mit den Oberammergauer Passionsspielen von 1930 gewann der Bau einer modernen Hochbrücke an Bedeutung, um den Verkehr im Ammertal zu verbessern. Den Auftrag erhielt schließlich die Firma Hochtief zusammen mit mehreren Ingenieurbüros.  

Die Brücke wurde nach dem Melan-Spangenberg-Verfahren gebaut, einer speziellen Stahlbetonbauweise für große Spannweiten. Sie entwickelte sich rasch zu einem technischen Wahrzeichen deutscher Ingenieurbaukunst. Aufgrund ihres Alters und zunehmender Schäden wurde die denkmalgeschützte Brücke von 2017 bis 2021 umfassend teilerneuert. Während der Arbeiten führte Deutschlands größte Behelfsbrücke den Verkehr über die Ammerschlucht. Die historischen Bögen blieben erhalten und wurden restauriert, während große Teile des übrigen Bauwerks ersetzt wurden.  

Heute gilt die Echelsbacher Brücke als bedeutendes Baudenkmal und beliebtes Ausflugsziel. Sie verbindet eindrucksvoll Technikgeschichte, Landschaft und moderne Ingenieurkunst.