Zum Inhalt springen

Schloss Hartmannsberg (Bad Endorf)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisRosenheim
Ort Bad Endorf
Wikipedia Schloss_Hartmannsberg
Suchbegriffe Schloss Hartmannsberg
Beschreibung

Das Schloss Hartmannsberg ist ein ehemaliges Wasserschloss im Ortsteil Hartmannsberg der Gemeinde Bad Endorf im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Die denkmalgeschützte Anlage liegt in landschaftlich markanter Lage auf einer schmalen Landbrücke zwischen dem Schlosssee und dem Langbürgner See inmitten der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte.

Die Ursprünge des Ortes reichen bis in die Antike zurück, da hier eine wichtige Verbindungsstraße zwischen dem Inntal und dem Chiemsee verlief. Eine erste Wehranlage entstand vermutlich im 10. Jahrhundert als Fluchtburg während der Ungarneinfälle. Im Jahr 1160 wurde die ursprüngliche Wasserburg unter dem Namen „Hadamarsperch“ erstmals urkundlich erwähnt und diente den mächtigen Grafen von Neuburg-Falkenstein als einer ihrer Hauptstützpunkte. Später gelangte die Festung in den Besitz der bayerischen Herzöge. Das heutige Erscheinungsbild verdankt das Schloss einem barocken Neubau um das Jahr 1685, der als dreigeschossiger Walmdachbau mit Putzgliederungen ausgeführt wurde. Im Jahr 1737 wurde zudem die direkt an das Hauptgebäude anschließende Schlosskapelle mit ihrem markanten Zwiebeldachreiter errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss vorübergehend als Erholungsstätte für jüdische Kinder aus Konzentrationslagern, bevor es 1957 in den Besitz des Schweinfurter Industriellen Georg Schäfer überging, der dort Teile seiner berühmten Kunstsammlung unterbrachte. Seit dem Jahr 1993 befindet sich das Schloss Hartmannsberg im Eigentum des Landkreises Rosenheim. Heute wird das historische Ensemble als lebendige Kulturstätte genutzt und öffnet seine Tore regelmäßig für Kunstausstellungen, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen.