Hallstadtzeitliches Grabhügel von Steinrab (Steinrab)

Regierungsbezirk Oberbayern
Landkreis Traunstein
Plz/Ort Steinrab
Suchbegriffe Grabhügel, Hallstadt
Position 47.97315 - 12.47799

Hallstattzeitliche Grabhügel von Steinrab

“Die Grabhügelgruppe von Steinrab liegt westlich von zwei Höfen von Steinrab in einer Walduhg und auf einer angrenzenden Wiese, die früher Bestandteil dieses Waldes wär, und umfasste ursprünglich eine größere Anzahl Hügel, von denen im Walde noch acht kenntlich sind, während auf der Wiese nur noch schwache Spuren von zwei Hügeln sichtbar waren. Diese zehn Hügel hat Herr Dietl im Laufe der Jahre 1902 - 1906 nebst einem weiteren isolierten untersucht, der früher vielleicht mit den änderen zusammenhing. Die untersuchten Hügel sind aus sandigem Lehm aufgeschüttet, wie ihn der umgebende Boden enthält, in der Regel ohne Steinsetzung, und durchgehends Brandhügel. Die Brandschicht, mit calcinierten Knochenteilen durchsetzt, liegt auf dem gewachsenen Boden auf. Die ursprüngliche Höhe scheint bedeutend gewesen zu sein, da noch jetzt Höhen bis zu 2 m vorkommen, obwohl die Hügel durchweg durch Ausstockung und Bepflanzung, durch Rodung und Kulturarbeiten stark gelitten haben”
(H. Dietl, 1908).


Das größte dieser Gräber liegt außerhalb des Waldes markant auf freiem Fehl. Im Fundbericht von Hans Dietl aus dem Jahr 1908 wird er als Hügel XI gekennzeichnet. “Dieser isoliert nach Westen gelegene Hügel war 1,80 m hoch bei einem Umfang von 100 Schritt. Der Leichenbrand lag auf einem Häufchen an der Qstseite. Beigesetzt waren an Gefäßen eine große bimenförmige Vase, 50 cm hoch, eine gleiche kleinere, 32 cm hoch, zwei tellerartige Schüsseln mit Innenverzierung, ein Schälchen mit Girlanden, dann kamen Scherben einer Schale mit schwarzer und roter Bemalung mit Punktverzierung, desgleichen einer unverzierten, am Bauchansatz scharf geknickten, Schüssel sowi^iner schwarzen unverzierten, weißen Schale. Diese Gefäße wäret! gegen Südwest, entfernt noch nach Ost lagen ziegelrote und nach, Nord dicke rötlich gebrannte Scherben; die Gefäfiformen konnten nicht mehr festgestellt werden. Metallbeigaben fanden sich nicht”
(H. Dietl, 1908).

Quelle: Infotafel vor Ort

Hallstadtzeitliches Grabhügel von Steinrab
Hallstadtzeitliches Grabhügel von Steinrab
© Gerhard Willhalm, Hallstadtzeitliches Grabhügel von Steinrab, CC BY-NC 4.0