| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Freising |
| Ort | Oberberghausen |
| Wikipedia | St._Clemens_(Oberberghausen) |
| Suchbegriffe | St. Clemens, Waldkapelle Oberberghausen |
Beschreibung
Die Filialkirche St. Clemens, auch Waldkapelle Oberberghausen genannt, liegt abgeschieden in einer Lichtung des Kranzberger Forstes südwestlich von Ampertshausen. Die kleine katholische Kirche ist dem heiligen Clemens von Rom geweiht und gehört zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Region. Kirche, Friedhofsmauer, Ausstattung und die alten schmiedeeisernen Grabkreuze stehen unter Denkmalschutz.
Der Ursprung der Kirche reicht vermutlich bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im 6. Jahrhundert soll an dieser Stelle eine hölzerne Kapelle gestanden haben. Die heutige Kirche entstand wahrscheinlich im 11. Jahrhundert und wurde später im Barockstil umgestaltet. Besonders bemerkenswert ist die barocke Ausstattung mit Figuren in sogenannter Kaschiertechnik, bei der Stoffbahnen auf Holz geformt und anschließend bemalt wurden.
Die Kirche war einst Mittelpunkt des kleinen Dorfes Oberberghausen mit mehreren Bauernhöfen. Im 19. Jahrhundert kaufte der Staat jedoch nach und nach die Grundstücke auf, um im Kranzberger Forst großflächige Weidenkulturen anzulegen. Die letzten Bewohner verließen den Ort 1884, wodurch Oberberghausen zur Wüstung wurde.
Nachdem die Kirche zeitweise verfiel, wurde sie durch das Engagement von Georg Klebel restauriert. Heute kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Waldkirche. Sie wird nur noch gelegentlich für Gottesdienste, Trauungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt.