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Burgruine Hilgartsberg (Hofkirchen)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisPassau
Ort Hofkirchen
Wikipedia Ruine_Hilgartsberg
Internet http://burgenseite.de/html/hilgartsberg.html
Suchbegriffe Burgruine Hilgartsberg
Beschreibung

Die Burgruine Hilgartsberg liegt auf einem steilen Höhenrücken oberhalb der Donau bei Hofkirchen im Landkreis Passau und zählt zu den bedeutenden mittelalterlichen Burganlagen Niederbayerns. Ihre Ursprünge reichen vermutlich ins 12. Jahrhundert zurück; erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1112 im Zusammenhang mit einem Ezil (Heinrich) de Hilgartsberg. 

Ursprünglich gehörte die Burg zum Besitz des Bistums Bamberg und wurde von verschiedenen Adelsgeschlechtern verwaltet, darunter die Grafen von Sulzbach, die Staufer sowie später die Grafen von Ortenburg. Nach deren Aussterben gelangte die Anlage im 13. Jahrhundert in den Besitz der bayerischen Herzöge. 

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg häufig den Besitzer und wurde mehrfach verpfändet. Dabei diente sie zeitweise sogar als Raubritternest. Nach einer Belagerung im 14. Jahrhundert wurde sie ausgebaut und stärker befestigt. 

Ab dem 17. Jahrhundert befand sich Hilgartsberg im Besitz der Familie Fugger, die die Anlage nach einem Brand 1626 zu einem Schloss erweiterten, sie jedoch nie dauerhaft bewohnten. 

Ihr endgültiges Ende erlebte die Burg im Österreichischen Erbfolgekrieg: 1742 wurde sie von österreichischen Truppen erobert und zerstört. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht. 

Im 19. Jahrhundert ging die Anlage in staatlichen Besitz über. Heute ist die Ruine Eigentum des Marktes Hofkirchen und wird von einem Förderverein erhalten. Sie dient als kultureller Veranstaltungsort mit Burgfestspielen und ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick über die Donau.