| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Weilheim-Schongau |
| Ort | |
| Wikipedia | Wallfahrtskirche_Mari%C3%A4_Himmelfahrt_(Hohenpei%C3%9Fenberg) |
| Suchbegriffe | Wallfahrtskirche, Mariä Himmelfahrt |
Beschreibung
Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem Hohen Peißenberg im oberbayerischen Pfaffenwinkel ist eine der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Wallfahrtsstätten Bayerns. Aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem knapp 1000 Meter hohen Berg bietet sie ein beeindruckendes Panorama.
Geschichte und Architektur
Die Ursprünge der Wallfahrt reichen in das frühe 16. Jahrhundert zurück, als um 1514 eine hölzerne Kapelle für ein Gnadenbild der Muttergottes errichtet wurde. Aufgrund des rasch anwachsenden Pilgerstroms entstand bald darauf eine spätgotische Steinkirche. Im frühen 17. Jahrhundert wurde die Anlage erheblich erweitert: Der berühmte herzogliche Baumeister Hans Krumpper fügte die sogenannte „Gnadenkapelle“ als monumentalen, achteckigen Zentralbau direkt an die bestehende Kirche an. Dieses architektonische Ensemble aus der älteren gotischen Pfarrkirche und der jüngeren barocken Wallfahrtskapelle prägt bis heute das unverwechselbare Erscheinungsbild.
Innenausstattung
Der Innenraum der Gnadenkapelle besticht durch seine prachtvolle barocke Ausgestaltung. Das Zentrum der spirituellen Verehrung ist das spätgotische Gnadenbild der Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Hochaltar. Die Deckenfresken und Stuckaturen wurden im 18. Jahrhundert von namhaften Künstlern der Wessobrunner Schule gestaltet. Ein besonderer kunsthistorischer Schatz ist zudem ein Altarbild des berühmten Malers Elias Greiter dem Älteren. Die zahlreichen kunstvollen Votivtafeln an den Wänden zeugen von der tiefen Dankbarkeit der Pilger über die Jahrhunderte hinweg.
Bedeutung
Gemeinsam mit dem direkt benachbarten historischen Observatorium (der ältesten Bergwetterstation der Welt) bildet die Wallfahrtskirche ein einzigartiges Kulturdenkmal, das Religion, Kunstgeschichte und Wissenschaft an einem der schönsten Aussichtspunkte Oberbayerns vereint.