| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Garmisch-Partenkirchen |
| Ort | Oberammergau |
| Straße | Pfarrgasse |
| Wikipedia | St._Peter_und_Paul_(Oberammergau) |
| Suchbegriffe | St. Peter und Pau |
Beschreibung
Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberammergau zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen Süddeutschlands. Sie wurde zwischen 1735 und 1749 nach den Plänen des Baumeisters Joseph Schmuzer errichtet. Die Skulpturen stammen von Franz Xaver Schmädl, während die Fresken und Gemälde von Matthäus Günther geschaffen wurden. Die Kirche gehört heute zur Erzdiözese München und Freising.
Die Geschichte des Gotteshauses reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Vermutlich stand bereits im 9. Jahrhundert an dieser Stelle eine vorromanische Kirche, die möglicherweise eine ältere Holzkirche ersetzte. Mit der Kirche wird die Überlieferung des Welfen Ethiko verbunden, der sich hier mit Gefährten zu einem klösterlichen Leben zurückgezogen haben soll. Im Laufe der Jahrhunderte war die Pfarrei eng mit den Augustiner-Chorherren des Klosters Rottenbuch verbunden. Nachdem die gotische Vorgängerkirche baufällig geworden war, entschloss man sich zum barocken Neubau.
Die geostete Saalkirche besitzt einen nahezu quadratischen Chor und einen markanten Turm mit barocker Haube. Im Inneren beeindrucken die harmonischen Raumformen, eine ovale Kuppel sowie Seitenkapellen, die dem Bau einen zentralen Charakter verleihen.
Besonders sehenswert sind die prächtigen Altäre, der reiche Stuck, die Fresken, die Kanzel und die Orgel. Inhaltlich stehen die Passion Christi sowie die Kirchenpatrone Petrus und Paulus im Mittelpunkt. Auch die Rosenkranzfrömmigkeit der Oberammergauer Rosenkranzbruderschaft spiegelt sich in der Ausstattung wider. Insgesamt gilt die Kirche als Meisterwerk des spätbarocken Sakralbaus in Bayern.