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Moritzkirche (Coburg)

RegierungsbezirkOberfranken
LandkreisCoburg (Stadt)
Ort 96450 Coburg
StraßePfarrgasse 7
Wikipedia Morizkirche_(Coburg)
Suchbegriffe Moritzkirche
Beschreibung

Die Morizkirche (St. Moriz) ist die älteste Kirche der Stadt Coburg und eine bedeutende evangelisch-lutherische Stadtkirche. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Eine erste Kirche wurde 1189 erwähnt und um 1250 durch einen romanischen Neubau ersetzt. Der Name der Kirche, der auf den heiligen Mauritius zurückgeht, wurde erstmals 1323 urkundlich genannt.

Der älteste erhaltene Teil der heutigen Kirche ist der gotische Ostchor, der zwischen etwa 1380 und 1400 entstand und ursprünglich als Mönchschor des Benediktinerklosters St. Peter und Paul diente. Im 15. Jahrhundert wurde die eindrucksvolle Westfassade mit ihren beiden Türmen, dem Hauptportal und der Michaelskapelle errichtet. Der Nordturm erreicht eine Höhe von 72 Metern, während der unvollendet gebliebene Südturm, der sogenannte Rabenturm, 42 Meter hoch ist.

Ab 1520 wurde das Langhaus als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche neu gebaut. In derselben Zeit hielt die Reformation Einzug in Coburg. Der Reformator Balthasar Düring wirkte hier maßgeblich, und Martin Luther predigte während seines Aufenthalts auf der Veste Coburg im Jahr 1530 mehrfach in der noch unfertigen Kirche.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgestaltet. Besonders prägend war der barocke Umbau zwischen 1740 und 1742, bei dem das Innere zu einem hellen Emporensaal mit Rokoko-Stuckdecken umgestaltet wurde. Gleichzeitig diente die Kirche bis 1860 als Grablege des Coburger Herzogshauses.

Die Morizkirche ist heute eine gotische Hallenkirche mit langem Chor. Das Bauwerk ist 62 Meter lang und bis zu 33 Meter breit. Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen zählen die Doppelturmfassade, die kunstvollen Figuren am Hauptportal, die Emporenhalle sowie der reich gestaltete Chor mit seinem Kreuzrippengewölbe.