| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Landsberg am Lech |
| Ort | Passau |
| Straße | Karolinenplatz |
Beschreibung
Das Kriegerdenkmal am Karolinenplatz in Passau ist ein historisches Denkmal, das an die gefallenen Soldaten des 9. Jägerbataillons aus Passau erinnert, die im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 ihr Leben verloren. Es befindet sich am Karolinenplatz und bildet gemeinsam mit einer sogenannten Friedenslinde – einer Winterlinde – eine symbolische Gedenkanlage.
Im Mittelpunkt steht die Widmung an die Gefallenen dieses Bataillons. Auf dem Denkmal sind zahlreiche Namen der Soldaten verzeichnet, die im Krieg gefallen sind. Dadurch erfüllt es nicht nur eine allgemeine Erinnerungsfunktion, sondern auch eine persönliche, indem es die einzelnen Opfer namentlich würdigt.
Die Anlage entstand im späten 19. Jahrhundert im Kontext vieler ähnlicher Denkmäler, die nach dem Krieg errichtet wurden. Solche Kriegerdenkmäler dienten damals dazu, patriotisches Gedenken zu fördern und die Opferbereitschaft der Soldaten hervorzuheben. Gleichzeitig spiegeln sie die Erinnerungskultur ihrer Zeit wider, in der militärische Leistungen und nationale Identität stark betont wurden.
Ein besonderes Merkmal dieses Denkmals ist die Einbindung der Friedenslinde. Bäume galten häufig als Symbole für Leben, Frieden und Erinnerung. Die Kombination aus Denkmal und Baum schafft daher einen Ort, der sowohl Trauer als auch Hoffnung ausdrückt.