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Mariä Heimsuchung (Frauenberg) (Landshut)

RegierungsbezirkNiederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort Landshut
Suchbegriffe Wallfahrtskirche
Beschreibung

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung im Landshuter Stadtteil Frauenberg ist ein bedeutendes religiöses und historisches Bauwerk Niederbayerns. Ihre Ursprünge reichen weit zurück: Bereits im 7. Jahrhundert soll der heilige Erhard hier missioniert haben, worauf eine frühe christliche Kultstätte hinweist. 

Der heutige Kirchenbau entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, etwa um 1470/1480, auf den Resten einer romanischen Vorgängerkirche. Teile des älteren Turms wurden dabei in den Neubau integriert.   Die Kirche ist im gotischen Stil errichtet und wurde im Laufe der Zeit mehrfach verändert. So stammen Fresken aus der Zeit um 1580 bis 1600, während die Ausstattung später im Barock und Rokoko ergänzt wurde. 

Seit dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Frauenberg zu einem wichtigen Wallfahrtsort. Besonders bekannt wurde die Wallfahrt im Jahr 1854 während einer Choleraepidemie in Landshut: Aus Dank für das Ende der Seuche entstand eine bis heute gepflegte Pilgertradition. 

Auch baulich erfuhr die Kirche Veränderungen, etwa bei der Turmgestaltung, die mehrfach erneuert wurde. Nach Schäden durch den Orkan „Wiebke“ 1990 wurde der Turm wiederhergestellt, und umfangreiche Sanierungen erfolgten Ende des 20. Jahrhunderts. 

Heute ist die Kirche ein weithin sichtbares Wahrzeichen und ein bedeutendes Ziel für Wallfahrer und Besucher.

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