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Basispyramide (München)

Regierungsbezirk
Landkreis
Ort München
Wikipedia Basislinie_Unterföhring–Aufkirchen
Beschreibung

Die Basispyramide der Basislinie Unterföhring–Aufkirchen ist ein steinernes Vermessungsdenkmal aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sie markiert einen der beiden Endpunkte der sogenannten Basislinie, die als Ausgangsstrecke für die erste präzise Landesvermessung Bayerns diente. Die Vermessung wurde 1801 unter Leitung des französischen Ingenieuroffiziers Charles Rigobert Marie Bonne durchgeführt. 

Die pyramidenförmigen Steinmonumente wurden kurz nach Abschluss der Messungen errichtet, um die exakten Endpunkte dauerhaft sichtbar zu machen. Eine Basispyramide befindet sich in Unterföhring bei München, die andere nahe Aufkirchen bei Oberding. Beide liegen auf einer exakt geraden Linie mit dem Nordturm der Münchner Frauenkirche, dem damaligen Nullpunkt der bayerischen Landesvermessung. 

Die Vermessung der rund 21,6 Kilometer langen Strecke war ein Meilenstein der modernen Geodäsie in Bayern. Mit einfachen Holzmesslatten und großer Genauigkeit gelang es Bonne, eine nahezu fehlerfreie Basislinie zu bestimmen. Die Basispyramiden erinnern bis heute an den Beginn der wissenschaftlichen Kartierung Bayerns und gelten als bedeutende technische Denkmäler der Vermessungsgeschichte.