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Wallfahrtskirche St. Martin (Griesstetten)

RegierungsbezirkOberpfalz
LandkreisNeumarkt in der Oberpfalz
Ort Griesstetten
KünstlerKriegerdenkmal
Wikipedia St._Martin_(Griesstetten)
Suchbegriffe Drei Elenden Heiligen
Beschreibung

Die Wallfahrtskirche St. Martin in Griesstetten zählt zu den ältesten Wallfahrtsorten im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und ist eng mit den sogenannten „drei elenden Heiligen“ verbunden – den irischen Mönchen Marinus, Zimius und Vimius. Die Benediktiner kamen vom Schottenkloster St. Jakob in Regensburg ins Altmühltal und lebten zunächst als Einsiedler. Nach dem Tod des Marinus entwickelte sich sein Grab rasch zu einer bedeutenden Pilgerstätte. 

Die heutige Kirche entstand in der Barockzeit zwischen 1740 und 1747. Der achteckige Zentralbau mit seiner durch Pilaster gegliederten Fassade gehört zu den bemerkenswerten Sakralbauten der Region. Den Stuck schuf Johann Michael Berg aus der bekannten Eichstätter Künstlerfamilie Berg. Wegen statischer Probleme musste der Turm später verkleinert werden. 

Im Inneren befinden sich die Reliquien der drei Heiligen, die bis heute verehrt werden. Zahlreiche Votivbilder erinnern an die lange Wallfahrtstradition. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche stark beschädigt, später jedoch wieder aufgebaut und erweitert. Heute gilt St. Martin als bedeutendes Zeugnis barocker Wallfahrtskultur im unteren Altmühltal.