| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Eichstätt |
| Ort | Kottingwörth |
| Wikipedia | St._Vitus_(Kottingw%C3%B6rth) |
| Suchbegriffe | Wehrkirche |
Beschreibung
Die Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth gehört zu den eindrucksvollsten Wehrkirchen des Altmühltals und wird wegen ihrer mächtigen Doppelturmfassade auch „Kleiner Dom im Altmühltal“ genannt. Die heutige barocke Kirche entstand zwischen 1760 und 1763 an der Stelle einer älteren mittelalterlichen Wehrkirche. Entworfen wurde sie vom aus Graubünden stammenden Baumeister Giovanni Domenico Barbieri.
Besonders markant sind die zwei hohen Türme mit ihren barocken Zwiebelhauben sowie die bis zu vier Meter hohe Wehrmauer, die den Friedhof umgibt. Sie diente früher als Schutzanlage für die Bevölkerung in Kriegszeiten. Der Zugang erfolgt durch ein gotisches Turmtor, an dem noch Reste des ehemaligen Wehrgangs sichtbar sind.
Im Inneren verbindet die Kirche barocke Architektur mit mittelalterlichen Elementen. Bedeutend ist vor allem die sogenannte Vituskapelle, der frühere Chor der mittelalterlichen Kirche. Dort haben sich wertvolle frühgotische Fresken aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Die barocken Deckenfresken schuf Christian Erhardt im Jahr 1761.
Die Kirche zählt zu den ältesten Urpfarreien des unteren Altmühltals und war über Jahrhunderte religiöser Mittelpunkt der Region. Heute gilt St. Vitus als bedeutendes Denkmal der Wehr- und Kirchenbaukunst Bayerns.