| Regierungsbezirk | Oberbayern |
|---|---|
| Landkreis | Eichstätt |
| Ort | Beilngries |
| Wikipedia | Schloss_Hirschberg_(Bayern) |
| Internet | http://burgenseite.de/html/hirschberg.html |
| Suchbegriffe | Schloss Hirschberg |
Beschreibung
Das Schloss Hirschberg liegt auf einem Bergrücken oberhalb von Beilngries im Naturpark Altmühltal und zählt zu den größten Burganlagen der Region.
Zwischen 1170 und 1200 errichteten die Grafen von Grögling und Dollnstein die weitläufige Grafenburg. Nach dem Aussterben des Geschlechts fiel die Anlage 1305 testamentarisch an das Bistum Eichstätt. Die nachfolgenden Fürstbischöfe erweiterten die Burg über die Jahrhunderte stetig.
Nach einem verheerenden Brand durch Blitzschlag im Jahr 1632 blieben nur wenige Teile verschont. Den heutigen Charakter erhielt das Schloss zwischen 1760 und 1764: Unter Fürstbischof Raymund Anton Graf von Strasoldo gestaltete der Hofbaudirektor Moritz Pedetti die Anlage zu einem symmetrischen, spätbarocken Rokokoschloss mit einem 150 Meter tiefen Ehrenhof um. Berühmte Künstler wie der Stuckateur Johann Jakob Berg und der Maler Johann Michael Franz gestalteten die Prunkräume (u. a. Kaiser- und Rittersaal).
Nach der Säkularisation 1803 und mehreren Besitzerwechseln erwarb die Kirche das Schloss 1860 zurück. Seit 1925 dient es als Exerzitien- und Bildungshaus der Diözese Eichstätt (heute „Bistumshaus Schloss Hirschberg“). Ende des 20. Jahrhunderts wurde es umfassend saniert und durch moderne Anbauten von Karljosef Schattner erweitert. Eine Besichtigung ist im Rahmen von Führungen möglich.