| Regierungsbezirk | Oberpfalz |
|---|---|
| Landkreis | Neumarkt in der Oberpfalz |
| Ort | Plankstetten |
| Wikipedia | Kloster_Plankstetten |
| Suchbegriffe | Kloster Plankstetten |
Beschreibung
Das Kloster Plankstetten ist eine Benediktinerabtei in Plankstetten bei Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und gehört zur Bayerischen Benediktinerkongregation. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 1129 durch die Brüder Ernst II. und Hartwig II. von Grögling sowie den Eichstätter Bischof Gebhard II. Bereits 1138 wurde die Klosterkirche geweiht. Aus der Gründungszeit ist bis heute die romanische Krypta erhalten.
Im 15. Jahrhundert geriet das Kloster in eine Krise, die durch die Kastler Reform überwunden wurde. Abt Ulrich IV. Dürner führte ein strengeres Ordensleben ein und gründete die Klosterbrauerei. Während des Bauernkriegs und des Dreißigjährigen Kriegs erlitt die Anlage schwere Schäden. Im späten 17. und 18. Jahrhundert wurde das Kloster umfassend barock umgestaltet. Bedeutende Äbte wie Romanus Dettinger und Dominikus Heuber prägten das heutige Erscheinungsbild mit Toranlage, Eckturm, Prälatensaal und weiteren repräsentativen Gebäuden.
Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1806 aufgehoben und versteigert. Erst 1904 gelang die Wiederbesiedlung als Priorat des Klosters Scheyern, 1917 wurde Plankstetten erneut zur Abtei erhoben. Das Kloster engagierte sich stark im Bildungswesen und betrieb unter anderem eine Landwirtschaftsschule sowie später eine Realschule mit Internat.
Nach mehreren Schulschließungen konzentrierte sich die Abtei wieder stärker auf ihre religiösen und kulturellen Aufgaben. Seit der Gebietsreform gehört Plankstetten zur Stadt Berching. Heute ist das Kloster ein bedeutendes geistliches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region.