| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Deggendorf |
| Ort | Niederalteich |
| Wikipedia | Abtei_Niederaltaich |
| Suchbegriffe | Niederalteich, Benediktinerabtei, Basilika |
Beschreibung
Die Abtei Niederaltaich ist ein bedeutendes Benediktinerkloster im niederbayerischen Ort Niederalteich an der Donau im Bistum Passau. Sie wurde in der Mitte des 8. Jahrhunderts, vermutlich zwischen 744 und 747, vom bayerischen Herzog Odilo gegründet und gehört heute zur Bayerischen Benediktinerkongregation.
Im Mittelalter entwickelte sich das Kloster zu einem der wichtigsten geistlichen und kulturellen Zentren Süddeutschlands. Es besaß zahlreiche Güter und Pfarreien und war eng mit der politischen Geschichte Bayerns verbunden. Unter Abt Gotthard (996–1022) erlebte die Abtei eine besondere Blütezeit und wurde zu einem Ausgangspunkt klösterlicher Reformen.
Im Laufe der Geschichte erlitt das Kloster mehrfach Rückschläge, etwa durch Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert. Mit der Säkularisation 1803 wurde die Abtei aufgehoben, große Teile der Anlage wurden zerstört oder umgebaut. Erst 1918 wurde das Kloster wiederbesiedelt und das monastische Leben neu begründet.
Die heutige Klosterkirche St. Mauritius geht auf eine gotische Hallenkirche zurück, wurde jedoch im 18. Jahrhundert barock umgestaltet und prägt bis heute das Erscheinungsbild der Anlage.
Eine Besonderheit der Abtei ist ihre ökumenische Ausrichtung: Ein Teil der Mönche lebt nach dem römischen, ein anderer nach dem byzantinischen Ritus, wodurch ein Brückenschlag zwischen westlicher und östlicher Kirche angestrebt wird.
Heute ist die Abtei ein religiöses, kulturelles und schulisches Zentrum mit eigenem Gymnasium sowie verschiedenen klösterlichen Betrieben und bleibt ein bedeutender Ort des benediktinischen Lebens in Bayern.