| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Deggendorf |
| Ort | Winzer |
| Wikipedia | Burgruine_Winzer |
| Internet | http://burgenseite.de/html/winzer.html |
| Suchbegriffe | Burgruine Winzer, Schloss Oberwinzer |
Beschreibung
Die Burgruine Winzer ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg auf dem sogenannten Schlossberg oberhalb des Marktes Winzer im Landkreis Deggendorf. Die Anlage entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und diente ursprünglich dem Schutz eines Gebietes, das dem Bistum Bamberg gehörte. Ministeriale des Bischofs errichteten die Burg und nannten sich nach ihr „Winzerer“.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Burg zu einem bedeutenden Herrschaftssitz. Nach dem Aussterben des Geschlechts der Winzerer im Jahr 1324 wechselte sie mehrfach den Besitzer. Zunächst kam sie an die Herren von Puchberg, später an die Familie Schwarzenberg. Unter Otto Heinrich von Schwarzenberg wurde die Anlage im 16. Jahrhundert besonders prächtig ausgebaut und erhielt schlossartigen Charakter.
Anfang des 17. Jahrhunderts ging die Burg in den Besitz des Herzogtums Bayern über und diente unter anderem als Verwaltungssitz. Ihr Ende kam im Österreichischen Erbfolgekrieg: Am 1. November 1744 wurde sie von ungarischen Truppen unter Franz von der Trenck gesprengt und anschließend nicht wieder aufgebaut.
Im 19. Jahrhundert nutzte die Bevölkerung die Ruine zeitweise als Steinbruch, bevor sie unter König Ludwig I. unter Denkmalschutz gestellt wurde. Heute sind noch Mauerreste, Teile der Ring- und Zwingermauern sowie Turmstümpfe erhalten, die bis zu acht Meter hoch sind.
Die frei zugängliche Burgruine ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und ein bedeutendes historisches Denkmal der Region Niederbayern.