| Regierungsbezirk | Niederbayern |
|---|---|
| Landkreis | Passau (Stadt) |
| Ort | 94032 Passau |
| Straße | 1 |
| Wikipedia | Domhof |
| Suchbegriffe | Domhof |
Beschreibung
Der Domhof liegt an der Nordseite des Passauer Doms St. Stephan und gehört zu den historisch bedeutendsten Bereichen des Dombezirks. Er entstand auf dem Gelände des ehemaligen Domklosters und wird von den Resten des mittelalterlichen Domkreuzgangs sowie mehreren Domkapellen umschlossen. Bis ins frühe 19. Jahrhundert befand sich hier der Friedhof des Domstifts. Der gotische Kreuzgang aus dem Jahr 1425 wurde 1813 größtenteils abgebrochen; erhalten blieben jedoch Gewölbeansätze, Schildbögen und reich verzierte Halbsäulen, die noch heute an die ursprüngliche Anlage erinnern.
Im Jahr 1870 ließ Bischof Heinrich von Hofstätter zahlreiche historische Grabdenkmäler, die sich noch erhalten hatten, an den Wänden des Domhofs einmauern. Während späterer Restaurierungen wurden die Epitaphien mehrfach neu geordnet und konservatorisch gesichert. Bei der umfassenden Renovierung des Doms in den Jahren 1978/79 erhielt der Domhof seine heutige Gestaltung. Dabei wurden die Grabdenkmäler nach Personengruppen verteilt und an geschützteren Standorten angebracht. Gleichzeitig entstand der von Leopold Hafner geschaffene Patronatsbrunnen, der die Diözesanpatrone Valentin, Maximilian und Bruder Konrad sowie den Dompatron Stephanus zeigt.
Heute bildet der Domhof mit seinen historischen Grabmälern, den erhaltenen Resten des Kreuzgangs und dem Patronatsbrunnen einen ruhigen Innenhof von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Er vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des ehemaligen Domklosters und zählt zu den sehenswertesten Bereichen des Passauer Dombezirks.