| Regierungsbezirk | Schwaben |
|---|---|
| Landkreis | Donau-Ries |
| Ort | 86747 Utzwingen |
| Straße | Klosterhof |
| Wikipedia | Kloster_Maihingen |
| Internet | https://www.kloster-maihingen.de/ |
Beschreibung
Das Kloster Maihingen in der Gemeinde Maihingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries gehört zu den bedeutendsten ehemaligen Klosteranlagen des Rieses. Es wurde 1437 von den Grafen von Oettingen gegründet und zunächst mit Birgittennonnen besiedelt. Während des Deutschen Bauernkriegs 1525 wurde das Kloster geplündert und teilweise zerstört, wobei auch die wertvolle Bibliothek Schaden nahm. Ab 1607 übernahmen die Minoriten (Franziskaner-Konventualen) die Anlage.
Die barocke Klosterkirche Maria Immaculata entstand zwischen 1712 und 1717. Berühmt ist ihre Baumeister-Orgel von 1737, die nach der Säkularisation über 180 Jahre ungespielt blieb und erst zwischen 1987 und 1991 aufwendig restauriert wurde. Sie gilt heute als eine der originalgetreuest erhaltenen deutschen Barockorgeln.
Nach der Säkularisation 1802 ging das Kloster in den Besitz des Hauses Oettingen-Wallerstein über. Heute beherbergen die Gebäude das Kloster Maihingen als geistliches Bildungs- und Begegnungszentrum sowie das Museum KulturLand Ries, das die Geschichte und Alltagskultur des Rieses anschaulich vermittelt. Damit verbindet die Anlage eindrucksvoll klösterliche Tradition, Kulturgeschichte und lebendige Bildungsarbeit.