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Kloster Wessobrunn (Wessobrunn)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisWeilheim-Schongau
Ort 82405 Wessobrunn
StraßeKlosterhof 4
Wikipedia Kloster_Wessobrunn
Internet http://www.kloster-wessobrunn.de
Suchbegriffe Kloster Wessobrunn, Wessobrunner Gebet, Benediktiner
Personen Herzog Tassilo III.
Beschreibung

Das Kloster Wessobrunn gehört zu den bedeutendsten ehemaligen Benediktinerabteien Bayerns und prägte über Jahrhunderte die religiöse, kulturelle und künstlerische Entwicklung des Pfaffenwinkels. Der Überlieferung nach wurde das Kloster im Jahr 753 von Herzog Tassilo III. gegründet. Anlass war eine Vision, in der Tassilo eine Quelle mit kreuzförmig fließendem Wasser und eine Leiter zum Himmel gesehen haben soll. Diese Legende machte Wessobrunn früh zu einem wichtigen geistlichen Zentrum.

Nach der Zerstörung durch die Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert wurde das Kloster im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut und entwickelte sich zu einer bedeutenden Benediktinerabtei. Besonders während der Barock- und Rokokozeit erlebte Wessobrunn seine kulturelle Blüte. Berühmt wurde das Kloster durch die sogenannte „Wessobrunner Schule“, eine Gruppe von Stuckateuren, Baumeistern und Künstlern, die zahlreiche Kirchen und Schlösser in Süddeutschland, Österreich und darüber hinaus gestalteten. Namen wie Johann Baptist Zimmermann oder die Familie Schmuzer sind eng mit Wessobrunn verbunden.

Die ursprüngliche Klosterkirche wurde nach der Säkularisation im Jahr 1803 abgebrochen. Erhalten blieben jedoch Teile der Klostergebäude, darunter der historische Römerturm und Wirtschaftsgebäude. Die heutige Pfarrkirche St. Johannes Baptist bewahrt bedeutende Kunstwerke aus der Klosterzeit.

Heute ist Kloster Wessobrunn ein wichtiges Kulturdenkmal und ein beliebtes Ziel für Besucher, die sich für bayerische Geschichte, Barockkunst und Klostertradition interessieren.

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