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Brunnenhaus (Wessobrunn)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisWeilheim-Schongau
Ort Wessobrunn
Suchbegriffe Brunnenhaus
Beschreibung

Die Gründung von Wessobrunn wird in einer Legende erzählt:
753 ist der bayerische Herzog Tassilo III. auf der Jagd. Im Traum sieht er eine Quelle, deren Wasser in Kreuzform hervor fließt. Von der Quelle aus reicht eine Leiter zum Himmel. Tassilo versteht den Traum als Auftrag, hier ein Kloster zu stiften. Er lässt die Quelle suchen.

Sein Gefährte Wezzo findet hier in der Nähe diese Quelle. Die Quellen sind heute im Brunnenhaus gefasst, nördlich vom Glockenturm.

Der Weg des Klosters Wessobrunn nimmt seinen ersten Anfang. Bis heute werden zwei weitere folgen. Jedes Mal ist es benediktinischer Geist, der hier klösterliches Leben beginnt und aufbaut.

Der erste Anfang endet wohl in den Wirren der Ungarneinfälle des 10. Jahrhunderts. Ein zweiter Aufbruch beginnt 1064 und findet nach einer glanzvollen Zeit sein Ende 1803 mit der Säkularisation des Klosters. Das heute noch zu sehende Klostergebäude ist ein Zeuge, welche Kraft in dieser Zeit hier lebendig war. Bedauerlicherweise ist die Klosterkirche, die gegen Osten an den Klostertrakt angebaut war, nach der Säkularisation abgebrochen worden. Das Gnadenbild der „Mutter der Schönen Liebe“ aus der Blütezeit des 18. Jahrhunderts hat seitdem einen Platz der Verehrung in der heutigen Pfarrkirche.

1913, nach 90 Jahren, beginnt wieder benediktinisches Leben im Kloster Wessobrunn. Diesmal sind es die Missions-Benediktinerinnen aus Tutzing, die das Kloster nutzen. Auch dieser Aufbruch hat ein Ende. 2012 geben die Benediktinerinnen das Kloster auf. Seit 2014 ist der von den Schwestern genutzte Teil in privatem Besitz. Der Ostflügel ist Eigentum der Pfarrei.

Mit der Blüte des Klosters in der Barock und Rokokozeit, geht die Blüte von Wessobrunn als Hochburg der Stuckateurskunst einher. Die Wessobrunner prägen die Baugeschichte des 18. Jahrhunderts in Süddeutschland und weit darüber hinaus: Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, die Familien Schmuzer, Feichtmayr/Feuchtmayr, Finsterwalder und andere mehr, brechen von hier auf, um herrliche Kirchen und Gebäude im Stil des Barock und des Rokoko zu erstellen. Als bedeutendstes Werk der Wessobrunner Schule ist die Wieskirche zu nennen. Bis in St. Petersburg ist Wessobrunner Stuck zu finden.

Quelle: Infotafel vor Ort

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