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Tassilolinde Wessobrunn (Wessobrunn)

RegierungsbezirkOberbayern
LandkreisWeilheim-Schongau
Ort Wessobrunn
Wikipedia Tassilolinde
Suchbegriffe Linde
Beschreibung

Die Tassilolinde ist eines der bekanntesten Natur- und Kulturdenkmäler Oberbayerns. Die alte Linde steht nahe der ehemaligen Klosteranlage von Wessobrunn und erinnert an die Gründungslegende des Klosters. Der Überlieferung nach soll Herzog Tassilo III. im Jahr 753 an diesem Ort im Traum eine Quelle und eine Leiter zum Himmel gesehen haben. Dieses Erlebnis veranlasste ihn zur Gründung des Benediktinerklosters Wessobrunn.

Die Tassilolinde gilt als Symbol für die lange Geschichte des Ortes und für die Verbindung von Natur, Religion und bayerischer Tradition. Der heute sichtbare Baum ist vermutlich mehrere hundert Jahre alt und steht an historischer Stelle. Im Laufe der Zeit wurde die Linde mehrfach gepflegt und gesichert, da alte Äste und Sturmschäden den Baum gefährdeten.

Die Tassilolinde von Wessobrunn

Nach einer Wildschweinjagd schlug Herzog Tassilo zusammen mit seinen beiden Begleitern Wezzo und Tharingari unter dem schützenden Blätterdach dieses mächtigen Lindenbaumes das Nachtlager auf. Tharingari übernahm die erste Wache, während Herzog Tassilo und Wezzo sich niederlegten. Erschöpft und müde fielen beide alsbald in einen tiefen Schlaf. Da hätte Tassilo einen sonderbaren Traum. Darin erblickte er drei sprudelnde Quellen, die an einem Punkt kreuzförmig zusammenflossen. Von dort aus reichte eine Treppe bis an die Himmelspforte, worauf Engel auf und ab schwebend aus der Quelle schöpften, ganz oben stand der hl. Petrus.

Am folgenden Morgen berichtete Tassilo seinen beiden Freunden und Begleitern den Traum. Einhellig erklärten sie, dass es sich dabei um eine Weisung Gottes handeln müsse und so suchten sie gemeinsam nach der Quelle. Es dauerte nicht lange und Wezzo wurde fündig. Daraufhin ließ Herzog Tassilo 753 ein Benediktinerkloster zur Ehren des Apostel Petrus errichten und benannte es nach dem Entdecker der Quelle „Monasterium Wezzofontanum“, das heutige Wessobrunn.

Quelle: Infotafel vor Ort

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